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Eine kenianische Powerfrau auf Arbeitssuche – mit Pfeffer für eine neue Stelle - Blog - CreaLengo GmbH - Bildung & Coaching

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Eine kenianische Powerfrau auf Arbeitssuche – mit Pfeffer für eine neue Stelle

Herausgegeben von in Stellensuche ·
Tags: AfrikaArbeitssucheLebenslaufBerufsausbildungWeiterbildung
 
Frau Mboti war verzweifelt. Sie war schon 43 Jahre alt und hatte keine Berufsausbildung. Sie war auf Arbeitssuche, denn die Firma in der sie bisher gearbeitet hatte, musste Stellen abbauen. So kam sie zu mir in die Beratung.

 
Sie stammte aus Kenia, hat aber in der Deutschschweiz in ihrer Jugend ein Internat besucht. Der Lebenslauf, den sie mir vorlegte, wies eine Lücke von über 10 Jahren aus. Sie arbeitete ab 2002 wieder in der Schweiz im Büro und war zuständig für diverse Projekte.

 
Gemäss RAV (dem Arbeitsamt) sollte sie die Handelsschule nachholen, damit sie eine Berufsausbildung für die Stellensuche vorweisen könnte. Jedoch würde sie sich danach wohl gegen 20-jährige KV-Abgänger behaupten müssen. Das schien in ihrem Alter und als ausländische, schwarze Frau etwas schwierig.
 

Frau Mboti sprach ein lupenreines Schweizerdeutsch und ihr Auftreten war voll power und zuvorkommend. Sie erzählte mir aus ihrem Leben. Sie hat Anfangs der 90er Jahre in Amerika die High-School besuchen und anschliessend 2 x ein Studium angefangen. Diese brach sie aber nach jeweils 2 Jahren wieder ab. Später führte sie in Kenia ein vier Stern Hotel. Dann zog es sie wieder in die Schweiz. Ab hier fanden sich die Arbeitsstellen wieder im Lebenslauf.
 

Ihr Traum sei es, im Personalwesen Fuss zu fassen. Das würde ihr wirklich zusagen, meinte sie.
 

Also legten wir uns ins Zeug. Ich wollte alles Mögliche versuchen, die wahren Talente von Frau Mboti ins Zentrum zu rücken. Der Lebenslauf wurde ergänzt und ein Kompetenzprofil erstellt. Aus der Frau ohne Berufsausbildung wurde eine weltgewandte, offene, positive und lebenserfahrene Dame. Mit diesen Unterlagen bewarb sie sich in Firmen, die mit Kenia gute Beziehung pflegten und/oder viele Angestellten aus Afrika hatte.
 

Mit dem RAV besprach sie nun ihre Pläne und Ziele, mit allen Vor- und Nachteilen. Sie beantragte eine Unterstützung für die Weiterbildung zur Personalfachfrau. Diese bekam sie dank ihrer guten Vorbereitung auch. Sofort startete sie mit der Ausbildung. Nun konnte sie sich mit ihrer ganzen Energie bei den entsprechenden Firmen bewerben und fand bald eine neue Anstellung im HR einer Firma in Zürich.
 

Später brachte sie mir einen kleinen Holzelefanten vorbei. Der soll mich an sie erinnern, denn Elefanten sind wohl genau so hartnäckig und liessen sich auch nicht so schnell abschütteln wie ich, meinte Frau Mboti lachend.



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