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Die lustigsten und beeindrucktesten Momente aus meinem Arbeitsalltag als Job Coach 2018 - Blog - CreaLengo GmbH - Bildung & Coaching

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Die lustigsten und beeindrucktesten Momente aus meinem Arbeitsalltag als Job Coach 2018

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Tags: LustigStellensucheBewerben
Es gibt fast täglich Situationen, die mir als Job Coach unter die Haut gehen oder mich auch zu lachen bringen. Meist sind es Episoden, die nur das Leben schreiben kann oder Sprüche, die der eine oder andere Teilnehmende raushaut. Ich liebe die Arbeit mit Menschen. Hier ein paar Geschichten, die mir im Jahresrückblick in den Sinn gekommen sind.

Duzen oder siezen
Ich arbeite an verschiedenen Schulen. Einem dieser Unternehmen ist es wichtig, dass die Kursleitenden ihre Klasse siezen, auch wenn diese untereinander per Du sind.
Am ersten Kurstag wurde ich von einer älteren Dame angesprochen. „Machst du beim Duzen auch mit?“. Ich erklärte ihr die Situation, dass es hier üblich ist, dass die Kursleitung die Klasse siezt. Die Dame steht auf und ruft in die Klasse. „Wir stimmen ab! Wer dafür ist, dass sie uns duzt, hebe die Hand.“ Alle Hände schossen nach oben. Sie grinste und sagt zu mir: „Siehste! Die Mehrheit siegt.“

Nennen Sie mir 3 Schwächen
Ich erkläre den Teilnehmenden, dass in den Vorstellungsgesprächen oft nach Stärken und Schwächen gefragt wird. Sie sollen sich auf diese Fragen vorbereiten. Die 3 Stärken sind kaum je ein Problem. Die fallen den Teilnehmenden leicht. Bei den Schwächen wird es schwieriger. „Ich weiss nicht was ich schreiben soll. Mir ist keine Schwäche bewusst“ sagt eine jüngere Frau. Ein Zuruf aus der Klasse „Schreib doch mal Selbstüberschätzung“.

Der Anruf
Ein Logistiker kommt auf mich zu und zeigt mir ein Stelleninserat. Das sei sein Traumjob, erklärt er mir. Daraufhin empfehle ich ihm, er soll da zuerst anrufen, bevor er die Bewerbung losschickt. So könne er vielleicht seine Chancen verbessern. Skeptisch schaut er mich an, schnappt sich aber dann doch sein Handy und verlässt den Raum. Nach ein paar Minuten kommt er mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck zurück. „Das klappt ja tatsächlich. Die haben mir grad einen Termin für das Vorstellungsgespräch angeboten.“ Jetzt bin ich neugierig geworden und wollte es nun genau wissen. „Was haben Sie denen am Telefon gesagt?“ „Ich habe gesagt, Sie können das online-Inserat nun löschen. Ich bin ja jetzt da!“

Ein edler Herr
Wir sprachen in der Klasse über die Lücken im Lebenslauf. Viele Personaler haben sich darauf eingeschossen. Es ist somit für den Bewerbenden wichtig, dass die Lücken erklärt und gefüllt werden. Es darf dabei aber nicht gelogen werden. Um der Klasse dies mit einem Beispiel zu erläutern, erzählte ich die Geschichte eines jungen Mannes, der 2 Jahre im Gefängnis war und da als Hilfsgärtner beschäftigt wurde. Im Lebenslauf haben wir geschrieben „Hilfsgärtner, Kanton XX“. Die Klasse fand das witzig und gleichzeitig inspirierend.
In der Pause kam ein älterer, vornehm aussehender Herr zu mir. „2 Jahre? Das ist ja gar nix.“ meinte er „Bei mir waren es in meiner Jugend 8 Jahre“. Ich staunte. Ich hätte das nie gedacht, dass dieser Herr überhaupt je etwas Falsches getan hätte. Er hatte fantastische Zeugnisse. Er hat vielen Leuten in seinem Beruf geholfen und seine Kinder zu guten Menschen erzogen. Hier wird einem wieder einmal bewusst: Es ist unheimlich wichtig, Menschen eine 2. Chance zu geben.

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1 Kommentar
Ruedi Ernst
2019-01-31 22:09:00
„Ich habe gesagt, Sie können das online-Inserat nun löschen. Ich bin ja jetzt da!“ - Soviel Selbstbewusstsein sollte man haben. - Und einen Arbeitgeber oder eine HR-Person, die die Botschaft konstruktiv aufnehmen kann!!

Den Andersartigen gehört die Welt!! :-)

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